"Wer sich nicht wehrt, endet am Herd"

Leider weiß ich nicht, wer diesen Spruch getätigt hat, aber er mahnt uns zur Vorsicht!
Verstehen Sie mich nicht falsch: Ich habe überhaupt nichts dagegen, am Herd zu stehen. Es ist nichts Negatives daran! Es kann unheimlich viel Spaß machen, allein oder mit Anderen zu Kochen, auszuprobieren, abzuschmecken und hinterher lecker zu essen!
Wogegen ich mich wende, ist die Reduzierung einer Person, meist Frauen, heute aber auch schon Männer, auf häusliche Tätigkeiten. Die Fähigkeiten und Möglichkeiten einer Entfaltung ihrer beruflichen und privaten Talente wird ihnen nicht zugestanden. Die Folge ist zwar, das der bestimmende Partner es bequem hat und sich voll auf seine privaten und beruflichen Interessen konzentrieren kann, aber der, zu den häuslichen Verrichtungen bestimmte, sinkt immer mehr in der Achtung des Anderen und bald haben Beide gar keine gemeinsamen Berührungspunkte mehr.
Das heißt, um diesen unerfreulichen Zustand zu vermeiden, müssen entweder beide den Willen haben, eine Änderung herbeizuführen – das ist dann relativ leicht. Möchte aber der bestimmende Partner seine Rolle beibehalten, gibt es ernste Probleme!
Hier wird es zu vielen Gesprächen oder gar Kämpfen kommen, um dem Partner Verständnis und Zugeständnisse für normale gleichberechtigte Verhältnisse abzuringen.
Wenn einer der beiden Partner mit seiner Rolle in der Partnerschaft unzufrieden ist, sollte er den Mut und die Entschlossenheit haben, daran etwas zu ändern und auch bereit sein, externe Hilfe in Anspruch zu nehmen.

 


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